Sie ist teuer, exklusiv, selten und bedeutendes Statussymbol: Designerkleidung. Besonders für weibliche, in letzter Zeit aber auch immer häufiger für männliche Modefans sind die bis zu mehreren tausend Euro teuren Kleidungsstücke mittlerweile ein Muss. Dies betrifft inzwischen nicht mehr nur Topverdiener und Mitglieder der High Society, wie es etwa vor zwanzig Jahren noch der Fall war. Heute greifen auf der ganzen Welt auch Normalverdiener und sogar Teenager für die edlen Stücke der angesagtesten Modemacher tief in die Tasche. Und das, obwohl die Stücke alles andere als günstiger geworden sind.
Doch Designerkleidung liegt immer wieder auch bei jüngeren schlicht im Trend. It-Girls, Stars, Sternchen und weitere Stilikonen tragen die hochwertigen Kleidungsstücke auch abseits des roten Teppichs spazieren und werden in ihnen so auch in Alltagssituationen in Mode- und Lifestylezeitschriften abgebildet und werden zu so genannten “Must-Haves”, die den trendbewussten Modefan optisch kennzeichnen. So werden immer mehr Teenager und junge Erwachsene auf die aktuellsten Designertrends aufmerksam.
Und trotz - oder gerade wegen - des weltweiten, potentiell wachsendes Kundenkreises haben die großen Modehäuser immer stärker mit ihrem wohl ärgsten Fein zu kämpfen: dem Schwarzmarkt. In Asien oder Süd- und Osteuropa sind spottgünstige und optisch nahezu perfekte Kopien der aktuellen Designerkleidung zu finden, die über das Internet auch in die westlichen Länder gelangen.
In Zeiten, in denen auch reiche Industrieländer wie Deutschland von sozialer Armut nicht verschont bleiben, gerät Designerkleidung jedoch immer wieder in die Kritik. Während viele ihrer Überzeugung folgen und sich bewusst für No-Name-Kleidung entscheiden, bleibt für alle übrigen Modefans die Designerkleidung ein unverzichtbarer Luxus.
Foto: Torsten Lohse / pixelio.de




