Für Ziervogelhalter sind Milben - die zu den Spinnentieren gehören, aber oft mikroskopisch klein sind - als lästige und schwer zu bekämpfende Plagegeister ihrer Tiere längst berüchtigt. Aber leider ist noch immer nicht allgemein bekannt, dass Milben auch in Haushalten ohne Tiere letztendlich ernstliche gesundheitliche Beeinträchtigungen zur Folge haben können. Die Rede ist hier von den Hausstaubmilben, die mit der Zivilisation in menschliche Wohnungen Einzug gehalten haben und nicht selten allergischen Reaktionen verursachen. Eine Hausstaubmilben-Allergie kann sich beispielsweise durch chronische Beeinträchtigung von Atemwegen mit häufigen unkontrollierbaren Hustenanfällen, tränende Augen oder Hautjucken bemerkbar machen.
Die winzigen Hausstaubmilben nisten sich insbesondere dort gerne ein, wo Hygiene vernachlässigt wird. Dies beginnt schon mit dem Lüften: Milben fühlen sich in abgestandener Luft mit hohem Feuchtigkeitsgehalt sehr wohl. Wo regelmäßig gründliche Stoßlüftungen mit gänzlichem Öffnen der Fenster durchgeführt werden, die eine rasche Auffrischung und gründlichen Austausch der Zimmerluft gewährleisten, wird ihre Vermehrung wirksam unterbunden. Hinzu kommt natürlich, dass regelmäßiges Putzen der Wohnung insbesondere in staubintensiven Bereichen erforderlich ist, um den Lästlingen ihre Lebensgrundlage zu entziehen. Eine Hausstaubmilben-Allergie entwickelt sich ja nur dann, wenn etwa ungepflegte langhaarige Teppichböden, ständig benutzte Bettwäsche oder schwer zugängliche, beim Reinigen vernachlässigte Bereiche auf oder unter Möbeln eine ungestörte Massenpopulation der Milben zulassen.
Sorgfältige Wohnungshygiene ist somit die beste Prophylaxe gegen eine Hausstaubmilben-Allergie - denn wie auch mit vielerlei Bakterien, Viren oder Pilzen arrangiert sich das Abwehrsystem des Körpers auch mit Milben, solange ihre Ausbreitung rigoros beschränkt wird.




