Bei einer Hausstauballergie reagiert der menschliche Organismus extrem auf die Ausscheidungen der Haustaubmilben. Der Milbenkot trocknet, zerfällt in winzige Partikel, gelangt in die Raumluft, wird eingeatmet und löst unterschiedliche Beschwerden aus. Symptome einer Hausstauballergie können denen einer beginnenden Erkältung ähneln. Der Betroffene leidet unter gereizten und tränenden Augen, einer laufenden Nase und häufigen Niesanfällen. Werden keine Maßnahmen gegen die Haustaubmilbenallergie ergriffen, kann es zu weiteren Erkrankungen wie Hautekzemen, Juckreiz und sogar zu Asthmaanfällen kommen.
Milben ernähren sich von menschlichen Hautschuppen und Haaren und siedeln sich daher am häufigsten in Polstermöbeln, Vorhängen, Teppichen, in der Bettwäsche und vor allem in Matratzen an. Eine erste wirksame Hilfe bei Hausstauballergie ist, möglichst alles an Textilien zu entfernen, in denen sich Hausstaubmilben wohl fühlen könnten, so dass ein Kontakt zu Milbenkot weitestgehend ausgeschlossen wird.
Hilfe bei Hausstauballergie bieten Matratzenschonbezüge, die milbenkotundurchlässig sind. Sie sollten, ebenso wie Kopfkissen und Bettdecke, mindestens ein Mal monatlich, bei 60°C, gewaschen werden. Im Schlafzimmer empfiehlt sich ein Fußbodenbelag, der feucht gewischt werden kann. Der Staubsauger sollte einen speziellen Mikrofilter besitzen, der Milbenkot auffängt und die Milbenvermehrung einschränkt. Eine zusätzliche Hilfe bei Hausstauballergie ist das Besprühen der Matratze und der Kissen mit Niemspray, das aus den Extrakten des Niembaumes hergestellt wird und in der Apotheke erhältlich ist. Auch Zimtölspray, mit wertvollen ätherischen Ölen, verspricht eine gute Hilfe bei Hausstauballergie.
Reichen die praktischen Maßnahmen nicht aus und wird keine erhebliche Besserung der Beschwerden erzielt, besteht die Möglichkeit einer Hyposensibilisierung. Hierbei handelt es sich um eine Spezifische Immuntherapie. Das spezifische Allergen wird bewusst, in langsam steigenden Dosen, unter die Haut injiziert, um das Immunsystem an die späteren höheren Dosen zu gewöhnen. Die Behandlung kann zwischen drei und fünf Jahren dauern.
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