Die Stevia, oder auch Stevia rebaudiana ist das sogenannte Süßkraut, welches zur Gattung der Korbblüter gehört und besonders aufgrund ihrer extremen Süße schon seit hunderten von Jahren als natürliches Süßungsmittel benutzt wird. Und auch heute noch ist es europaweit noch ein legitimer natürlicher Zusatzstoff für Lebensmittel, der besonders schonend und gesund ist, da er keinerlei chemische Zusatzstoffe enthält und für den Körper natürlich abbaubar ist.
Die ursprünglich aus Südamerika stammende Pflanze wird heute auch vermehrt auch in den südlichen Regionen Europas angebaut. Die Stevia kann eine Größe von bis zu einem Meter erreichen und blüht über mehrere Jahre. Bereits früh haben die Ureinwohner Paraguays die Pflanze kultiviert und die Pflanze als natürlichen Süßstoff benutzt. Nach Europa kam die Pflanze schließlich im 16. Jahrhundert dank den Spaniern, die das Potenzial der Pflanze bei der Kolonisation Paraguays entdeckten und die Pflanze mit nach Spanien nahm, wo sie von nun auch angebaut worden ist. 1973 kam die Stevia schließlich nach Asien, wo sie sich heute besonders großer Beliebtheit erfreut und allein in Japan fast 40 % der gesamten Süßungsmittel ausmacht.
Es ist also nicht verwunderlich, dass die Stevia heute besonders als Süßstoff eingesetzt wird und seit dem 02.Dezember 2011 auch in der gesamten EU als Süßstoff und Lebensmittelzusatz zugelassen worden ist. Aber die Pflanze kann weit mehr. So glauben die Ureinwohner Südamerikas etwa, dass die Stevia gegen Übergewicht hilft und sogar Sodbrennen schnell verschwinden lassen kann. Und auch für die Potenz soll die Pflanze mehr als förderlich sein. Wissenschaftlich nachgewiesen an der Universität von Heilbronn wurden zusätzlich noch eine blutdruck- und blutzuckersenkende Wirkung und eine gefäßreinigende Eigenschaft der Pflanze, welche sie deshalb mehr und mehr noch in der alternativen Medizin etabliert.
Insgesamt ist die Stevia also eine echte Rundumwaffe und süßt nicht allein nur Lebensmittel auf biologische Weise, sondern kann sonst auch noch allerlei Gutes im Körper verrichten.
Foto: sigrid rossmann / pixelio.de




