Mit Hilfe der Acrylnägel, die modelliert werden, ist eine Nagelverlängerung sowie eine Nagelverstärkung möglich. Die Technik wird Pulver-/Flüssigkeitstechnik genannt, die darauf basiert, dass das Acrylpulver unter Einfluss der Acrylflüssigkeit durchhärtet. Im Gegensatz zur Geltechnik wird bei der Erstellung der Acrylnägel keine weitere Komponente, wie etwa eine UV-Lampe benötigt, denn die Masse härtet chemisch durch.
Aufgrund der chemischen Reaktion beider Komponenten, kann der Durchhärtezeitpunkt nicht genau bestimmt werden. Dies ist ein Nachteil gegenüber der Geltechnik, der die Acrylmodellage schwieriger macht. Aus diesem Grund sind Acryl Fingernägel zum selber machen nicht besonders gut geeignet.
Ein großer Vorteil des Acryls ist, dass die Masse sehr fest ist und daher auch sehr dünne Acrylnägel modelliert werden können. Dieser Fakt sowie die relativ glanzfreie Oberfläche sorgen für ein natürlicheres Erscheinungsbild. Auch das Entfernen des Acryls ist einfacher, als die Entfernung von Gel.
Aufgrund der etwas aufwändigeren beziehungsweise schwierigeren Modellage werden die Acrylnägel seltener angeboten und sind etwas teurer als Gelnägel. Das Ergebnis ist allerdings überzeugend.
Wie bei allen Nagelmodellagen, ist ein Auffüllen der Nägel zwischen Kunstnagel und Nagelbett, bedingt durch das natürliche Wachstum der Fingernägel, etwa alle drei bis vier Wochen nötig.




