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Tipps zum sicheren Online-Einkauf


Millionen Menschen weltweit tun es mit Begeisterung: Onlineshopping. Bequem, mobil und ohne Stress werden Kleidung, Elektronik, Lebensmittel, Kosmetika, Schmuck, Geschenke, Möbel und vieles mehr eingekauft. Keine langen Rennereien, keine Parkplatzsuche, kein Schlange stehen an überfüllten Kassen, unfreundliche Verkäufer bleiben unter sich und auch die psychischen und physischen Kämpfe um das letzte Schnäppchen entfallen beim Onlineshopping.

Doch sicher soll es sein, die Abwicklung soll einfach und unkompliziert sein, sensible Daten wollen vertraulich bzw. verschlüsselt behandelt werden und die bestellte Ware soll fristgerecht und unbeschädigt ankommen. Die Zahl der Onlineshops wächst täglich und bei großen Versandhäusern oder Markenanbietern kann der Verbraucher fast immer sicher sein, dass alles seine Ordnung hat. Von den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, über das Widerrufsrecht und den Datenschutz bis hin zur Bezahlung und Lieferung funktioniert bei den „Großen“ im Geschäft alles wunderbar.

Die Masse der Onlineshops erlaubt eine riesige Auswahl, auch Nischenprodukte oder spezielle Kaufwünsche lassen sich so finden. Bei unbekannten Shops ist daher auf einige Dinge zu achten, damit der Kauf auch keine unangenehmen Risiken birgt. Shops, die mit einem Zertifikat ausgezeichnet sind, wie z.B. „Trusted Shops“ oder „TÜV-geprüfte Sicherheit“, und Daten per SSL-Verschlüsselung übertragen, nehmen den Sicherheitsaspekt ernst. Verbraucher sollten auf diese Merkmale, die schon auf der Startseite des Shops zu erkennen sind, achten.

Allgemeine Geschäftsbedingungen und Funktionen prüfen
Viele Verbraucher lesen weder die AGBs noch die Widerrufsbelehrung und wissen eigentlich, dass es ein Fehler ist. Dieses „pure“ Gottvertrauen kann aber ein Schuss ins eigene Knie werden, denn die Geschäftsbedingungen sind nicht als Ärgernis für den Kunden gedacht, sondern geben Aufschluss über die Vertragsbedingungen.

Schon auf den ersten Blick müssen alle wichtigen Funktionen erkennbar sein, die AGBs dürfen weder versteckt noch unauffindbar sein. Sie befinden sich ordnungsgemäß als Link direkt auf der Startseite, so dass es nur einen Klick benötigt, um die Informationen zu lesen. Das Widerrufsrecht ist normalerweise in den AGBs enthalten, kann aber noch einmal separat aufgeführt werden.

Bevor ein Artikel verbindlich bestellt wird, sollte man die Funktionen vom Warenkorb bis zur Kasse testen. Werden die Preise richtig angezeigt und aufaddiert und enthalten sie die Angabe „zzgl. Versandkosten“? Wird Ratenzahlung angeboten, dann sollte der Aufschlag für diese Finanzierung ohne Probleme ersichtlich sein.

Hat man sich dann zu einer Bestellung entschlossen, so muss vor der endgültigen Absendung der Bestellung, der Hinweis auf die AGB und das Widerrufsrecht erscheinen, deren Kenntnisnahme der Käufer dann durch Anklicken bestätigen kann. Vorgesetzte Häkchen bei den AGBs sind nicht gestattet, der Käufer muss seinen eigenen Willen kundtun, dass er die AGBs akzeptiert. Die Möglichkeit, die AGBs auszudrucken oder herunterzuladen sollte ebenfalls gegeben sein. In jedem Fall müssen die AGBs und die Widerrufsbelehrung dem Käufer noch einmal in Textform zugehen, meistens geschieht das in der Bestellbestätigungs-Email oder die entsprechenden Texte sind der Warenlieferung beigelegt.
Bezahlen in Onlineshops
Kauf auf Rechnung ist nur in wenigen Onlineshops möglich, gängige Zahlungsarten sind Vorkasse, Lastschrift, Nachnahme, Paypal oder Moneybookers sowie Kredit- und Meastro-Kartenzahlung. Jede Zahlungsart hat ihre Vor- und Nachteile. Vorkasse ist mit Unsicherheit behaftet, da hier der Käufer im Voraus bezahlt und dann nicht weiß, ob und wann die Ware bei ihm eintrifft. Wer in das Lastschriftverfahren einwilligt, der sollte jeden Abbuchungsvorgang genau kontrollieren und auch Wochen nach der Bestellung noch einmal überprüfen, ob nicht Geldbeträge abgebucht wurden, die seltsam erscheinen.

Bei der Nachnahme-Lieferung zahlt der Käufer einen erheblichen Aufpreis und ist verpflichtet, die Ware zum Zeitpunkt der Zustellung und in Anwesenheit des Zustellers, des Paketdienstes oder der Spedition zu kontrollieren, da im Nachhinein offensichtlich fehlerhafte, unvollständige oder beschädigte Sendungen ansonsten nicht reklamiert werden können.

Für Zahlungsarten wie Paypal oder Moneybookers muss sich der Verbraucher zunächst auf den jeweiligen Internetseiten dieser Anbieter registrieren und dort wiederum ein Konto anlegen. Weiterhin können hier für den Geldtransfer Kosten anfallen. Diese betragen zwar nur wenige Cent, bei Vielshoppern summiert sich das aber. Dafür bieten diese Verfahren aber einen besonderen Käuferschutz. Die Bezahlung mit Kredit- oder Maestro-Karte ist nur dann empfehlenswert, wenn die sensiblen Daten verschlüsselt übertragen werden. Der Käufer sollte bei Onlinekäufen mit Kreditkarten immer vom eigenen PC oder Smartphone aus agieren, ansonsten läuft er Gefahr, dass die Daten ausgespäht werden.

Widerrufs- und Rückgaberecht
Das Rückgaberecht im Onlineshopping ist nicht immer so einfach, wie es sein sollte. Es unterscheidet in Waren und Dienstleistungen, in physische und digitale Produkte. Für physische Waren gilt ein 14-tägiges Rückgaberecht, ohne Angabe von Gründen. Die Frist beginnt wirksam zu laufen, wenn der Kunde über sein Widerrufs- und Rückgaberecht belehrt wurde, jedoch nicht, bevor die bestellten Produkte bei ihm eingetroffen sind. Ein Rückgaberecht von personalisierten oder extra angefertigten Produkten besteht in der Regel nicht. Hier kann der Händler in seinen AGB entsprechende Klauseln einbringen, die zugunsten des Käufers ein Sonderrecht einräumen. Digitale Produkte zum Download unterliegen nicht dem Widerrufsrecht.

Nimmt der Käufer sein Rückgaberecht für Waren in Anspruch, dann darf er allerdings nur unbenutzte und nicht durch ihn beschädigte Produkte zurücksenden. Der Verkäufer trägt die Kosten für die Rücksendung ab einem Bestellwert von mehr als 40 Euro.

Bild Onlineshop: Markus Wegner / pixelio.de