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Die Einkaufsfallen im Supermarkt - Wie die Sinne getäuscht werden


Irgendwie wird alles immer teurer. Der Frischkäse, der vor drei Wochen noch 79 Cents gekostet hat, steht heuer schon bei fast einem Euro. Da viele Verbraucher meistens unter Stress und Zeitmangel Lebensmittel und Dinge des täglichen Lebens einkaufen, wandert alles ohne intensiven Blick aus dem Regal in den Einkaufskorb und an der Kasse sind es dann gleich wieder 20 oder 30 Eure mehr, als kalkuliert. Doch das ist nur eine kleine Falle, denn mit Preiserhöhungen muss der Verbraucher regelmäßig rechnen. Aufpassen ist in der schnelllebigen Gesellschaft angesagt, denn so lassen sich etliche Euros einsparen und Müll wird verringert. Mit gezieltem Blick und ein wenig Überlistung der Sinnesempfindungen, mindert sich das Risiko, in Einkaufsfallen zu tappen, bedeutend.

Vorsicht bei Preisauszeichnungen
Es gibt Lebensmittel und Drogerieartikel, die man so häufig kauft, dass man den Preis schon auswendig kennt, weil er sich kaum ändert. Aber genauer hinsehen auf dem Kassenbon lohnt sich. Falsche Preisauszeichnungen, gerade bei Obst und Gemüse, können wirklich teuer zu stehen kommen. Exotische Früchte, aber auch Zitrusfrüchte, weisen auf dem Kassenbon mitunter den doppelten Preis aus. Beispiel: Datteln mit 0,99 Euro ausgezeichnet, werden an der Kasse gleich um das Doppelte teurer. Auch viele unterschiedliche Sorten, z.B. bei Orangen, machen das Verwirrspiel perfekt. Wer also meint, er mache bei Obst und Gemüse ein Schnäppchen, der sollte sich die Mühe machen, nach dem Einkauf den Kassenbon zu checken und zwar noch im Laden, damit gleich reklamiert werden kann. Der Fehler kann darin liegen, dass die neu ausgezeichnete Ware noch nicht in der Kasse erfasst wurde und so den höheren Preis aufweist.

Vorsicht vor „wachsenden“ Packungen
Nanu? Das Spülmittel mit 500 ml Inhalt steht nun als 600 ml-Flasche im Regal und kostet gut und gerne das Doppelte. Eigentlich müssten dann auch 1000 ml drin sein, nach der Rechnung von Otto-Normal-Verbraucher. Ist aber nicht. Also Finger weg und zu einem günstigeren Mittel greifen. Augen aufhalten, heißt hier die Devise.

Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht

Neues auszuprobieren ist spannend, vor allen Dingen, wenn die Werbung es schmackhaft macht. Doch hier lauern auch Kostenfallen, denn meistens werden Mehrstückpackungen angeboten. Wenn also schon beim ersten Bissen klar ist: „Nein das mag ich nicht“, dann wandern auch die restlichen Teile in den Biomüll.

Neue Verpackungen, weniger Inhalt
Food Producer sind intelligent und wollen natürlich immer mehr Umsatz machen, denn Lebensmittel und Konsumgüter des Alltags werden immer gebraucht. Alles neu macht der Mai und die Verpackung. Statt Pappkarton mit einfacher Aufschrift Plastikdose in edlem Design. Der Verbraucher zahlt das in Form von weniger Inhalt. Achten Sie also bei neuen Verpackungen genau auf die Füllmenge oder die Stückzahl und vergleichen Sie mehrere Angebote.

Mehrstückpackungen mit weniger Gewichtsanteil
Nein, der Lebensmittelhandel meint es nicht unbedingt gut mit Ihnen, wenn Sie Ihre Lieblingsschokoriegel jetzt in einer 10er Packung wieder finden, anstatt einzeln. Der Trick liegt im Gewicht. In Mehrstückpackungen weisen Lebensmittel einzeln gewogen oft weniger Gramm auf, als wenn sie einzeln verkauft werden.

Auf Füllmengen achten

Oftmals werden nur die Preise verglichen, die Mengen aber nicht. Da steht eine Tüte Gummibonbons im Regal mit 100 g und eine mit 200 g, Preisunterschied ca. 50 Prozent. „Das sieht man doch“, werden Sie jetzt entgegnen, aber das ist nicht immer so klar und deutlich erkennbar. Tüten und Verpackungen von gleicher Größe können dennoch unterschiedliche Füllmengen enthalten, die erst beim Lesen deutlich werden.

Vorsicht vor der Duftfalle beim Lebensmitteleinkauf
Nicht nur größere Packungen mit inspirierender Werbung und berieselnde Musik beeinflussen uns beim wöchentlichen Lebensmitteleinkauf. Verführerische Düfte von frischem Kaffee oder gesundem Obst, dem feinen Brathähnchen oder einer traumhaften Schokolade verlocken zu Mehrkäufen. Viele Supermärkte stellen Bäckereien und Wurstwarenhändlern, aber auch dem Imbiss, Ladenflächen zur Verfügung und schlagen neben den Mieteinnahmen gleich eine weitere Fliege mit einem Schlag. Die wohlriechenden Düfte regen direkt das Gehirn an und die Sensoren verbinden mit einem gewissen Geruch auch Erinnerungen. Schnell ist man dazu geneigt, sich doch noch das und dies zu kaufen, weil das Gehirn jetzt gerade Lust drauf hat. Der einzige Weg aus dieser Kostenfalle lautet Disziplin, auch wenn es etwas schwer fallen dürfte. Um sich selbst ein wenig zu überlisten, empfiehlt sich die Kontrollmethode vor der Kasse. Alle Waren werden noch mal schnell mit dem Einkaufszettel verglichen. Liegt deutlich mehr im Wagen, sollte man sich fragen, ob das wirklich nötig ist, denn hier hat einem die Nase wohl einen Streich gespielt.

Müllmengen vermeiden durch gezielten Blick auf das Haltbarkeitsdatum
Zugegeben, wir kaufen am liebsten ein, verstauen die Sachen und fertig ist. Und obwohl das Haltbarkeitsdatum für viele nicht mehr so ausschlaggebend ist, wie noch vor einigen Jahren, weil sich herausgestellt hat, dass viele Lebensmittel auch noch über diese Angabe hinweg verzehrt werden können, so sollte das Datum doch eine Rolle beim Einkaufen spielen. Denn Fleisch, Wurst, Eier und Obst verderben leicht und sollten unbedingt mit Bedacht auf das Haltbarkeitsdatum eingekauft werden. Nach wie vor finden sich auch zahlreiche Verbraucher, die nichts mehr essen, was über dem Verfallsdatum liegt und dann wandern die Artikel eben in den Biomüll. In den Regalen im Supermarkt liegt Ware, die nur noch ein kurzes Haltbarkeitsdatum aufweist, oben auf. Der Griff in die unteren Schichten lohnt sich, wenn man auf Vorrat für zwei oder drei Wochen kauft. Die Verwunderung ist ansonsten groß, wenn der Käse, der erst vor einigen Tagen gekauft wurde, genau dann schon das Verfallsdatum überschritten hat, wenn man Lust darauf hat.

Bild Einkaufswagen: Wilhelmine Wulff / pixelio.de