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Wissenswertes zum Erntedankfest


Entstanden aus einem Brauch in vorchristlicher Zeit, wird das Entedankfest alljährlich als Abschluss der Ernte gefeiert. Es soll prägnant ins Bewusstsein bringen, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, über ausreichend Nahrung verfügen zu können und dass eine erfolgreiche Ernte nicht alleine menschlichem Geschick zu verdanken, sondern auch ein Geschenk der Natur ist.

Katholische Gemeinden feiern das Erntedankfest am 1. Sonntag im Oktober, evangelische Kirchengemeinden am Sonntag nach dem 29. September (dem `Michaelis-Tag´) und in manchen Weingegenden, z.B. an der Mosel, wird das Fest erst nach der Weinlese abgehalten, am 2. Sonntag im November.
In der Regel wird der Erntedank mit einer Festprozession durch die Gemeinde gefeiert. Erntekrone oder Erntekranz - meist aus Getreidehalmen geflochten - werden dabei von Kindern durch die Gemeinde getragen. Mit dem Umzug wird häufig das örtliche Kirchweihfest verbunden. Der Erlös aus der Veranstaltung geht an Institutionen, die sich für Hungersnöte einsetzen.
Die kirchliche Erntedank-Messe findet vorwiegend in Kirchen statt. Der Altar ist mit Ernte-Gaben dekoriert, umliegend sind ebenfalls Feldfrüchte, Getreide oder auch Naturerzeugnisse wie Honig und Wein ausgestellt. Die festliche Messe wird meist sangesfreudig von Kirchen- oder Kinderchor unterstützt, mit Dankesliedern an die Gaben der Natur. Ein beliebtes Lied anlässlich der Entedankfeier ist „Wir pflügen und wir streuen“ von Matthias Claudius. Mancherorts wird die Erntedankmesse im Freien, auf dem Gelände von Bauernhöfen abgehalten und lockt so auch viele nicht einheimische Besucher zum Mitfeiern an.

Die Ernte-Gaben, die zur Dekoration ausgestellt wurden, gehen nach dem Fest als Geschenk an Bedürftige oder an karitative Einrichtungen, wie Obdachlosen- oder Asylbewerberheime.

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